Gartenportrait,  Unterwegs

Hannas kleiner Garten

Säen, Prüfen, Bewerten….Hobbygärtner testen für Hobbygärtner

Wo? In dem kleinen Ort Füchtorf im Münsterland. Auf einer Hofstelle, auf der 5 Schwestern zusammen groß geworden sind.

Eine davon, Hanna Strothmeier, ist Gärtnermeisterin und arbeitet bei der Firma Nebelung. Dort ist sie Saatguteinkäuferin und immer auf der Suche nach neuen Gemüsearten und Sorten
Aber am liebsten ist sie im Garten zwischen all dem Gemüse, Dahlien und den einjährigen Blumen.
Und als ihre älteste Schwester den Hof übernahm und dort einen Hofladen eröffnete, ergaben sich plötzlich neue Möglichkeiten. Da gab es genügend Platz, um neue Wege zu gehen.

Auf 2000 qm Gartenfläche, plus 1,5 ha Testfläche auf einem Acker, werden seit 2010 Tomaten, Paprika, Gurken, Salat, Auberginen und alles andere an Gemüsearten und Sorten getestet.
Zur Zeit sind es unter anderem 90 Paprika-, 150 Tomaten- und 180 Dahliensorten.

Aber auch Versuche mit Erdnusspflanzen, Soja oder Zitronengurken sind zu finden.
Immer auf der Suche nach neuen Sorten und Gemüsearten. Ich konnte von der Vielfalt gar nicht genug bekommen.
Der Garten wird von Hanna Strothmeier jedes Jahr neu angelegt. Eine ihrer Schwestern bewirtschaftet den Garten, mit Unterstützung einer weiteren Schwester. Alles wird selber in 2 kleinen Gewächshäusern ausgesät, pikiert und weiter kultiviert.

Hannas Schwestern sind Hobbygärtner. Sie probieren aus und alles wird mit den Händen gemacht….auch die Unkrautbekämpfung. Genau wie in jedem Hobbygarten auch ohne chemischen Pflanzenschutz.
Das Saatgut und die Pflanzen werden so auf ihre Tauglichkeit getestet. Und nur das, was allen Anforderungen gerecht wird, kommt als Kiepenkerl oder Sperli Saatgut in den Handel

Getestet wird die Anzucht und die Weiterkultur:

direkt aussäen oder besser im Anzuchthaus
vereinzeln oder lieber pikieren,
Folienhaus, Freiland oder leichtes Dach über dem Kopf,
direkt aufs Feld oder in große Töpfe

Viele Fragen, die sich auch die Hobbygärtner stellen, werden so beantwortet und fließen in die Kulturanleitungen auf den Saatguttüten ein.

Ich habe spannende Tomaten kennengelernt, z.B. fast schwarze und hängend in Ampeltöpfen. Einige davon sind schon im Handel, werden aber immer weiter entwickelt.

Sehr lecker ist auch der neue Minirhabarber, „Lowberry“ oder auch „Lillibarber“, der Gärtnerei Lubera. Ihn kann man den ganzen Sommer über ernten. Er hat keine dicken Stiele, sondern kleine Blätter, ähnlich wie Sauerampfer. Pikant in Salaten, Nachtisch oder Currygerichten. Wächst auch gut in Töpfen.

Hannas kleiner Garten ist nur mit einer Führung zu besichtigen.
Im Juli und August, Dienstags und Donnerstags kann man Termine buchen.
Für das nächste Jahr ist schon so gut wie alles belegt.
Ich hatte den Termin schon Anfang des letzten Jahres gebucht.

Es hat sich gelohnt, zumal es auch noch einen leckeren selbstgemachten Imbiss gab.

Den Kontakt bekommt man über info@Nebelung.de

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