Gestaltung,  Natur

Kleines Paradies für Wildbienen


Es muss nicht immer die angelegte Wildblumenwiese sein. Auch auf kleinem Raum, z.B. einem Balkon, kann man etwas für unsere bedrohten Wildbienen machen.


Dazu braucht es nicht viel:

  • einen Standort mit mindesten drei Stunden Sonne
  • ein Gefäß mit Wasserabfluss
  • Drainagematerial
  • mageres Substrat
  • Totholz
  • die passenden Pflanzen

Ich habe dazu eine Zinkwanne genommen. Die war mittlerweile so von Wildstauden überwuchert, das sie kaum noch auffiel – eigentlich doch schade.

Im Garten stehen die Pflanzen im Vordergrund.
So ganz ohne Deko geht es aber auch nicht.
Das was ich verwende ist meistens alt, gebraucht und aus Zink oder Emaille.

So passt auch alles zu unserem alten Haus.

Die Wanne wurde komplett geleert und wieder gerade ausgerichtet. Dann kam eine dicke Schicht alter Tonscherben als Drainage hinein.

Wichtig ist die Entscheidung des Substrates. Denn das entscheidet über die Pflanzen.
Standortgerechtes Pflanzen bedeutet, das Pflanze und Boden zusammen passen.
Nur dann bekomme ich gesunde und robuste Pflanzungen.
Egal ob in einem Topf oder in einem 500qm großen Pflanzbeet.
Egal ob bei Stauden, Sträuchern oder Bäumen
.

Da ich gerne mit Magerstandorten arbeite, habe ich hier Betonkies 0/8 genommen. Das ist ungewaschener Sand mit Kieselsteinen bis 0,8cm Durchmesser. Dazu ist noch etwas Gartenerde untergemischt worden.

Damit nicht alles so platt aussieht, kommt noch Totholz, in dem Fall Birke, hinzu. Damit gestalte ich auch etwas die Höhe.

Bepflanzung:

  • Pulsatilla vulgaris – Kuhschelle
  • Dianthus carthusianorum – Karthäusernelke
  • Petrorhagia saxifraga – Felsennelke
  • Campanula rotundifolia – Glockenblume
  • Alchimilla vulgaris – Frauenmantel
  • Allium senescens – Lauch
  • Silybum marianum – Mariendistel

Es fehlen noch einige Geophythen und etwas Thymian.

Neben der Zinkwanne wurde die Erde mit Sand etwas abgemagert. Dort fanden Verbascum nigrum – Königskerze und Galatella (Aster) linosyris – Goldaster ihren Platz.
So gibt es über eine lange Zeit immer etwas zu futtern.

Achtung! Der nächste Teil enthält Spuren von Werbung.

Wildbienenglück hat mir eine Wildbienennisthilfe zur Verfügung gestellt. Endlich mal ein durchdachtes Teil, ohne Zapfen, Heu und sonstigem dekorativen Blödsinn. Sie ist stabil aus Buche gebaut und hat einen guten Schutz gegen gefräßige Spechte.
Die können nämlich innerhalb von wenigen Tagen große Wildbienennisthilfen komplett ausräumen. Das sind Leckerbissen für die Spechte.

Das Modul und damit die eigentliche Nisthilfe ist aus speziell getrocknetem und naturbelassenem Buchenholz gefertigt. Außerdem wird Schilf aus dem Donaudelta in die Nisthilfe eingebracht. Die Bohrungen in den Hartholzklötzchen verlaufen immer gegen die Faser, um Rissbildung und Feuchtigkeitsansammlungen zu vermeiden.

Die Bohrungen und Schilfröhrchen weisen Durchmesser von 2 bis 10mm auf – dies entspricht den unterschiedlichen, bevorzugten Gangweiten unserer „Zielgruppe“. Da wir den Artenreichtum in unseren Gärten fördern wollen und nicht nur einer einzigen Wildbienenart Unterschlupf bieten möchten, ist es wichtig unterschiedliche Röhren anzubieten. Denn alle Bienenarten die ein Wildbienenhotel beziehen haben unterschiedliche Vorlieben für ihren Nistgang.

Wildbienenglück

Ich bin schon sehr gespannt, wann im nächsten Frühjahr die ersten Röhrchen belegt sind. Da sie direkt am Weg steht, werden wir sie auch gut beobachten können.

Braucht ihr noch ein individuelles Weihnachtsgeschenk?
Rabattcode: hortusvivendi20 – damit bekommt ihr bis zum 1.11.2021 20% auf die Wildbienennisthilfen.

Außerdem läuft bei Wildbienenglück auf Insta gerade noch ein Gewinnspiel. Viel Glück!!

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